Verkehr

Die Umweltbelastung durch den Verkehr hat in den vergangenen Jahrzehnten erheblich zugenommen. Im Bereich des privaten Automobilverkehrs haben die Einführung des Katalysators und benzinsparender Motoren zwar zur Verringerung des Schadstoffausstoßes geführt. Da die Zahl der zugelassenen PKW jedoch stark angestiegen ist, hat sich die Gesamtbelastung deutlich erhöht. Desgleichen verzeichnete der LKW-Verkehr in den letzten Jahren massive Zuwachsraten.

Um den steigenden Energieverbrauch durch den Verkehr zu senken, halten viele Wissenschaftler die Ökosteuer für erforderlich. Durch hohe Benzinpreise sollen die Nutzer und Nutzerinnen der PKW animiert werden, auf umweltfreundlichere öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder für kurze Wege das Fahrrad zu benutzen. Daneben könnte die Bahn aufgrund der höheren Kosten für den Warentransport per Straße wieder an Attraktivität für die Wirtschaft gewinnen.

Diesen zunächst sinnvollen Zielen stehen jedoch private und ökonomische Interessen entgegen. So können viele Arbeitnehmer auf den eigenen PKW bei den Fahrten zum Arbeitsplatz nicht verzichten. Einige Berufsgruppen, wie z. B. die ambulanten Pflegedienste sind ebenfalls auf einen PKW angewiesen. Durch die Verlegung des Warentransportes auf die Schiene fühlen sich außerdem die Spediteure in ihrer Existenz bedroht. Nicht zuletzt ist die Reduzierung des Automobilverkehrs nicht im Interesse der PKW-Hersteller, die in Deutschland zu den größten Arbeitgebern zählen.

Gegen derartig starke Interessen konnten sich die Bemühungen der Umweltpolitik bislang kaum durchsetzen. Die zunehmende Umweltbelastung durch den Verkehr scheint also unvermeidlich zu sein, wenn nicht alternative Technologien wie Wasserstoff-Hybrid-Antriebe in den kommenden Jahren verstärkt zur Anwendung kommen.