Was verstehen wir eigentlich unter Klima?

Klima meint im Gegensatz zu Wetter den Zustand der Atmosphäre und des darunter liegenden Landes oder des Wassers über längere Zeiträume. Aussagen über das Klima erfolgen in der Regel anhand meteorologischer Daten. Dazu zählen unter anderem die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck, Windverhältnisse sowie die Wassertemperatur einer bestimmten Region über einen längeren Zeitraum. Die World Meteorological Organization (WMO) geht davon aus, daß mindestens Aufzeichnungen über 30 Jahre erforderlich sind, damit man überhaupt von Klima sprechen kann.

Der Begriff der Klima-Variabilität meint nun, daß sich das Klima aufgrund natürlicher Faktoren, also unabhängig von menschlichen Aktivitäten, ändern kann. Zu externen Faktoren werden zum Beispiel Veränderungen der Intensitität der Sonneneinstrahlung, aber auch Vulkanausbrüche oder Meteoriteneinschläge gezählt. Bei internen Faktoren gehen wir dagegen auf Veränderungen in der Zusammensetzung von Atmosphäre, Hydro-, Cryo- und Biosphäre aus.

Von Klimawandel wird nun gesprochen, wenn es sich um den direkten oder indirekten Einfluß des Menschen auf das Klima handelt. Im Mittelpunkt steht dabei die Emission der sogenanten Treibhausgase (CO2 , CH4, NO2 und die Chlor-Fluor-Karbonate). Einfluß auf das Klima haben weiterhin die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, die Entwaldung, die wachsende Urbanisierung sowie Änderungen der Landnutzung. Klimawandel kann sich dabei sowohl als Erwärmung, als auch als Abkühlung der bodennahen Atmosphäre bemerkbar machen.